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Aus der Welt der bildenden Künste
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Eine kleine Presseschau
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Archiv In eigener Sache:                                       Presseveröffentlichung zur
Generationspyramide
von Wolfgang Anlauf
          MOZ - Märkisches Echo vom 22.10.2004
          Märkische Oderzeitung vom 22.10.2004

          MOZ - Märkisches Echo vom 02.12.2004
          Märkischer Sonntag, Ausgabe Strausberg, vom 05.12.2004
Märkische Oderzeitung vom 11.08.2005 ff.
Märkische Oderzeitung vom 19.09.2005

 


 


Der Tagesspiegel, 13.09.2006

Breker-Schau

Besucherinteresse ungebrochen

Der große Besucherandrang zur Werkschau des Bildhauers Arno Breker in Schwerin hält auch weiterhin an. Die Ausstellung ist umstrittenen, da es sich bei Breker um den Lieblingskünstler Hitlers handelt. [...]
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FAZ.net, 11.09.2006

Sonnenuhr vor der Vollendung

Am Montag morgen um 10 Uhr hat Yves Opizzo auf dem Aschaffenburger Theaterplatz die für den „Gnomon“ vorgesehene Stelle markiert. Dort, wo der Zeigerstab der geplanten Sonnenuhr errichtet werden sollte, machte er ein schwarzes Kreuz. Zwei Stunden später wies Norbert Roth, der Vermesser beim Stadtplanungsamt, darauf hin, daß auch er schon vor einiger Zeit einen Standpunkt [...]
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news.ch, 06.09.2006

Auguste Rodins «Höllentor» verlässt Zürich

Zürich - Auguste Rodins «Höllentor» hat Zürich in der Nacht Richtung London verlassen. (fest/sda)

Die acht Tonnen schwere Bronzeplastik geht als Leihgabe an eine Rodin-Ausstellung in der Royal Academy of Arts. Der französische Bildhauer Auguste Rodin hat das «Höllentor» zwischen 1880 und 1917 geschaffen. Seit 1947 steht der Guss [...]
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SZOn, 06.09.2006

Umstrittene Breker-Ausstellung lockt viele Besucher

Schwerin (dpa) Trotz teils massiver Kritik haben die Veranstalter der Arno-Breker-Ausstellung in Schwerin eine positive Halbzeitbilanz gezogen. Fast 23 000 Besucher aus dem In- und Ausland sahen die Schau seit der Eröffnung am 21. Juli, sagte Kurator Rudolf Conrades.

Das sei die mit Abstand größte Resonanz, die das städtische Schleswig-Holstein-Haus seit der Eröffnung 1995 auf eine Präsentation erfahren habe. Für die Breker-Schau interessierten sich vor allem [...]
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Merkur online, 30.08.2006

Klug und opulent: "Die Geschichte des Selbstporträts"

Blick in Künstlerseelen

Ein recht angenehmes Wohlleben hat er geführt, Bak, der Bildhauer. Auf einer Steinstele verewigte er sich mit ziemlich dickem Bauch - aber hübscher Frau. Auch die Inschrift kann Stolzes verkünden, denn Bak (1358- 1336 v.Chr.) war erster Bildhauer bei Pharao Echnaton. Der wahrhaft opulente Bildband "Die Geschichte des Selbstporträts" führt den alten Ägypter als eines der frühen Beispiele [...]
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Kölner Stadt-Anzeiger, 22.08.2006

 

Seine Wahl ist Herzenssache

Der Kurator spricht voller Begeisterung über die Bildhauerin. Er rühmt ihr vielschichtiges Werk, das immer den Nerv der Zeit getroffen habe.
Als er Ende Mai vom Auswärtigen Amt zum Kurator des Deutschen Pavillons bei der kommenden Biennale in Venedig 2007 berufen worden war, sei ihm buchstäblich auf der Stelle klargewesen, auf wen seine Wahl des Künstlers fallen würde: Isa Genzken - sie und niemand anders. [...]
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Morgenweb, 21.08.2006

Das Ende eines Reliefs

Der Bildhauer Klaus Schwabe sitzt mit einer Kamera auf dem demontierten "Marx-Relief", das kurz vorher mit zwei Autokränen vom ehemaligen Hauptgebäude der Universität demontiert wurde. Die Lauchhammer Kunstguß GmbH, die das 33 Tonnen schwere Bronze-Kunstwerk 1973 auch an dem Gebäude angebracht hatte, ist jetzt für die Demontage des inzwischen umstrittenen Reliefs zuständig. Das 14 Meter lange und 7
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Märkische Oderzeitung, 17.06.2006

Was schlägt die Uhr?

Neuenhagen (Iv./MOZ) Auf Fehlersuche begibt sich heute der Neuenhagener Künstler Wolfgang Anlauf. Dessen Jubiläumsgeschenk an die Gemeinde Neuenhagen tickt seit Monaten nicht mehr richtig.

Die Generationspyramide am Neuenhagener Bahnhof zieren vier Uhren. Zuerst gingen sie auch minutengenau. Damit ist seit Wochen Schluss. Jede Uhr ist zu unterschiedlicher Zeit stehen gelieben. Nun muss Wolfgang Anlauf auf die Leiter und die Ursache suchen. Kann er sie nicht sofort finden, so wird er die Uhren ausbauen und ins Werk einschicken müssen.

Auch der Schmierereien am Sockel will sich der Künstler bei dieser Gelegenheit annehmen. Da wird sich zeigen, ob der Antigraffiti-Schutzanstrich hält, was er verspricht.

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Märkische Oderzeitung, 19.09.2005

Kunstwerk als Geschenk für die Gemeinde

Neuenhagen (MOZ) Ein Geheimnis war sie sowieso nicht, die Neuenhagener Generationspyramide. Bilder oder Modell hatten sicher die meisten der mehr als 100 Bürger schon gesehen, die am Sonnabend zur feierlichen Enthüllung der von Wolfgang Anlauf geschaffenen Statue gekommen waren. Der ortsansässige Bildhauer hatte der Gemeinde das Kunstwerk zur 775-Jahr-Feier geschenkt.
"Zwar modern, aber mit erkennbarem Sinn. Es gefällt uns wirklich gut", lobten viele Anwesende das Werk und schüttelten Anlauf zum Dank die Hand. "Schöne Sache, vor allem die Uhren", befand Steffi Löffler aus Altenburg, gerade zu Besuch bei Ingo Weber vom Männerchor "Frohsinn 1880", der die Feierstunde musikalisch untermalt hatte. Erich Beyschwang hielt sich eher abseits. Der 84-Jährige lebt seit 1950 in Neuenhagen und urteilte: "Toll. Da hat er sich was einfallen lassen. Hoffentlich wird es nicht besprüht."
Anlauf wertete die netten Worte und zahlreichen Blumen als "schönsten Lohn" für seine Arbeit. Die hatte bereits 2003 begonnen, als er die Pyramide zunächst für den Schäferplatz im Ortsteil Bollensdorf entwarf, in dessen Nähe er wohnt und arbeitet. Doch für den dortigen Markt fiel die Wahl bekanntlich auf ein anderes Werk. Deshalb entschloss sich der 58-Jährige, einen anderen Platz zu suchen und der Gemeinde die Pyramide zum Geschenk zu machen.
Mitte 2004 lief die heiße Phase an - mit der Suche nach Sponsoren und den Vorbereitungen für die Umsetzung der Idee vom Modell zur Realität. Nach Gesprächen mit Experten wählte Anlauf Spezialbeton mit Farbpigmenten. 2,5 Kubikmeter flossen im Sommer dieses Jahres im Betonwerk Rüdersdorf in die Formen, die so präzise waren, dass keinerlei Nacharbeit nötig war, wie Sigmar Gerund in seiner Laudatio zu Kunstwerk und Künstler hervorhob. Die Pyramide solle "Neugier wecken", zum Verweilen einladen und "Alltag werden im öffentlichen Raum" in der Gemeinde Neuenhagen, wünschte er dem Werk seines Schwiegersohns.
Nach Meinung von Bürgermeister Jürgen Henze passt das in jedem Fall genau in die Gemeinde. Schließlich gebe es im Ort einen großen Anteil von Senioren mit einem reichen Erfahrungsschatz, den sie an jüngere Generationen - dank steigender Kinderzahlen ebenfalls im Kommen - weitergeben können, wie es die Pyramide symbolisieren soll. In jedem Falle bereichere das Kunstwerk den Bahnhofsbereich und das Zentrum, befand Henze, könne "ein Zeichen des Aufbruchs" werden.
Das hätte als Auftragswerk etwa 60 000 Euro gekostet, schätzte Wolfgang Anlauf grob. So aber ist es ein Geschenk, allerdings auch nicht vom Künstler Wolfgang Anlauf allein.
Viele Sponsoren haben dazu beigetragen, dass es im Jubiläumsjahr enthüllt werden konnte. Anlaufs Dankesliste reichte von der Sparkasse über E.DIS, Rüdersdorfer Zement, Baustoff-Union, NWD und weiteren Firmen bis hin zu Bürgern, die gespendet hatte.
"Nicht zuletzt gebührt mein Dank meiner Frau, die mir ermöglichte, ein halbes Jahr in dieses Projekt investieren zu können", schloss er, bevor Tochter Fenja und Sohn Frederik die Schleife lösten und er mit dem Bürgermeister das Tuch von der fünf Meter hohen Pyramide ziehen konnte.

Montag, 19. September 2005 (19:39)

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Märkische Oderzeitung, 11.08.
, 28.04., 29.06,2005

   
Kunst aus Beton.

Neuenhagen (MOZ) Die "Generationenpyramide" von Wolfgang Anlauf wird gerade im Betonwerk in Rüdersdorf gegossen. Der Neuenhagener Künstler macht seiner Heimatgemeinde das Kunstwerk zum 775 jährigen Ortsjubiläum in diesem Jahr zum Geschenk. Die Pyramide setzt sich aus 12 Teilen zusammen und besteht aus vier Figuren, die bis zum 17. September am S-Bahnhof Neuenhagen aufgestellt werden. [...]

Donnerstag, 11. August 2005 (17:58)

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Fertig zum ersten Guss

Neuenhagen (Iv./MOZ) "Es wird Zeit, dass es losgeht", sagt der Bildhauer Wolfgang Anlauf, der der Gemeinde Neuenhagen zu ihrem 775. Geburtstag ein Kunstwerk schenken möchte. Gerade gießt er in seinem neuen selbst errichteten Atelier in der Vogelsdorfer Straße die erste Figur.
Diese erste kleine Stele soll die Tafel mit den Namen der Sponsoren tragen. Mit Sicherheit stehen dann dort die Rüdersdorfer Zementwerke darauf und das Betonwerk in Rüdersdorf ebenfalls. Im Betonwerk wird Anlauf dann die große Generationspyramide gießen, mit dem Beton, den ihm das Zementwerk sponsert. "Die Sponsorensuche gestaltete sich recht schwierig", sagt der Künstler, ist aber dennoch guten Mutes, das alles rechtzeitig zur Gemeindegeburtstagswoche im September fertig sein wird.
Der Standort für die Generationspyramide war ja noch etwas unklar und umstritten. "Ich sehe es ein, dass sich niemand von der Buche trennen mag, die das Zentrum des Bahnhofs­parks schmückt", sagt Anlauf, der gerade diesen Punkt als besonders passend fürs Kunstwerk empfunden hatte.
In Absprache mit den Mitgliedern des Kultur- und Sozialauschusses hat er nun doch noch einen anderen Standort ins Auge gefasst.
Auf der Spitze der Grünfläche neben der Sparkasse, so stellt Wolfgang Anlauf es sich vor, könnte das Kunstwerk ebenfalls optisch gut ins richtige Licht gerückt werden.

Donnerstag, 28. April 2005 (19:49)

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Kunstmeile von Nord nach Süd durch den Ort

Von Irina Voigt

Neuenhagen (MOZ) Die Vorbereitungen für die eigentlichen Festlichkeiten zur 775-Jahr-Feier im Spätsommer laufen in den verschiedensten Vereinen und Werkstätten. Sichtbar sind auch schon die bunt gestalteten, handgemalten Plakate in den Schaufenstern, die auf die erste Neuenhagener Kunstmeile hinweisen.  [...]
Mittwoch, 29. Juni 2005 (08:06)
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Märkischer Sonntag, 05.12.2004

Wolfgang Anlauf schuf Generationspyramide

Neuenhagen soll mit dem Kunstwerk noch attraktiver werden

Neuenhagen (MäSo) Seit 30 Jahren ist der 47jährige Wolfgang Anlauf - gelernter Stuckateur - als freischaffender Bildhauer tätig. Im Jahre 1993 wurde er, aus Berlin kommend, Bürger der Gemeinde Neuenhagens, baute in dem Ort nach eigenen Entwürfen ein Haus und lebt darin mit seiner Frau - einer Zahnärztin in Hoppegarten - und seinen beiden Kindern.
In den vergangenen sieben Jahren waren Ergebnisse seiner künstlerischen Arbeiten in regionalen Ausstellungen zu sehen: in Neuenhagen, in Strausberg, in Müncheberg und in Hoppegarten.
Aber auch im öffentlichen Raum von Neuenhagen lassen sich Arbeiten von Wolfgang Anlauf entdecken: Von ihm stammt zum einen in Entwurf und Ausführung 2002 die Fassadengestaltung mit modernen Bauornamenten am Gebäude an der Professor-Zeller-Straße l.
Zum anderen hat er 2003 zwei Modelle für die Gestaltung des Schäferplatzes in Neuenhages entworfen und in diesem Zusammenhang die Fassade an dem Gebäude „Markt am Schäferplatz" mit den figürlichen Motiven Schäfer, Schaf und Hund als Flachrelief gestaltet. Seinem Wohn- und Arbeitsort - so empfindet es der Künstler - fehlt es an Kunst im öffentlichen Raum. Wolfgang Anlauf lamentiert aber nicht, sondern kommt auf die Idee, der Gemeinde Neuenhagen zur 775-Jahr-Feier ein Kunstwerk für den öffentlichen Raum zu stiften. Passend zum Anlass lautet das Thema: Die Generationspyramide.
Das Modell ist fertig, die Planung der Ausführung weit gediehen. Den Bahnhofsvorplatz Neuenhagen sieht der Bildhauer als idealen Standort für die anspruchsvolle Figur; diese Stelle bietet den einzig richtigen Rahmen für die Generationspyramide. Denn dieser Standort liegt nicht nur
im örtlichen, sondern auch im geschäftlichen Zentrum von Neuenhagen. Dieser Platz wird täglich von vielen Hundert Einwohnern und Besuchern des Ortes überquert, an der Stelle verweilen die Menschen.
Die Uhrzeit wird für jedermann sichtbar an den vier Köpfen der obersten Figuren der Generationspyramide ablesbar sein.
Jetzt steht an der Stelle, an dem einmal die Generationspyramide das Auge erfreuen soll, noch eine Blutbuche.
Da es sich um eine Baumschulpflanze handelt, lässt sie sich problemlos umsetzen; dafür ist noch ein geeigneter Platz zu finden. Vorschläge werden gern entgegengenommen. Neuenhagens soll attraktiver werden, auch im Wettbewerb mit den Nachbargemeinden. Dafür, für seinen Ort, setzt sich der Neuenhager Bildhauer Wolfgang Anlauf mit seiner Privatinitiative ein.
Übrigens: Finanziert wird das Projekt durch Spenden und Sponsoren, so dass der Gemeinde keine Kosten entstehen.

Das Kunstwerk
Generationspyramide

Die Figur stellt die Generationen dar, wie sie im Stammbaum aufeinander folgen und aufeinander aufbauen. Die nächste Ebene baut auf die davor auf. Die gesammelten Erfahrungen werden weitergegeben und ermöglichen eine Weiterentwicklung. Jedes einzelne Individuum entwickelt daraus seine ganz persönlichen Vorstellungen und bestimmt damit die Richtung, in die es geht.      (MäSo)

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MOZ - Märkisches Echo, 02.12.2004

„Dem Auge im Alltag Halt geben"

Bildhauer, Stuckateur und Häuslebauer Wolfgang Anlauf ist in Neuenhagen heimisch geworden

Von IRINA VOIGT

Neuenhagen (MOZ) In der Gemeinde am Rand der Hauptstadt haben sich schon immer bildende Künstler besonders wohl gefühlt. Hier fanden und finden sie die ersehnte Ruhe und das Umfeld für ihre Kreativität. Aber dennoch kennen sie oft nur ihre unmittelbaren Nachbarn.

Wolfgang Anlauf lebt seit 1992 in Neuenhagen, hat hier für sich, seine Frau und seine beiden Kinder ein Haus gebaut und errichtet nun auch noch ein Atelier in seinem Garten. Er ist inzwischen ein Neuenhagener, der auch im Leben der Gemeinde mitmischen möchte. Zeichen dafür ist, dass er der Gemeinde zu ihrem 775. Jubiläum ein Kunstwerk schenken möchte.
Wolfgang Anlauf, 1957 geboren in Westberlin, aufgewachsen in der Bildhauerwerkstatt seines Vaters, wusste recht früh, was er werden wollte: Bildhauer. Seine ersten Steine bearbeitete er schon mit dreizehn Jahren. In den letzten Schuljahren stand für ihn fest, dass er zuerst einen passenden handwerklichen Beruf erlernen würde, und so wurde er Stuckateur. „Man muss schließlich seine Ideen auch handwerklich umsetzen können, vieles lerne ich autodidaktisch. Ich bin nicht der Theoretiker, der stündenlang am Schreitisch sitzt und sich dabei wohlfühlt", sagt er. So hat er nicht studiert, sondern das Geld, das seine Oma für die Ausbildung angelegt hatte, mit 23 Jahren in sein erstes selbst gebautes Haus gesteckt. Und auch sein neues Haus in Neuenhagen hat nur wenige Handwerker zu sehen bekommen.
Jetzt baut Wolfgang Anlauf im Garten ein Atelier. Selbst projektiert, selbst umgesetzt. Hier können dann auch wieder größerformatige Kunstwerke entstehen. In den zurückliegenden Jahren während des Hausbaus und der Zeit der Geburten seiner beiden Kinder musste die Kunst etwas zurückstehen.
Obwohl die kleinen dekorativen Dinge, die da entstanden sind, die den Alltag schmücken können ohne selbst von Nutzen zu sein, den Künstler ebenso beschäftigten und forderten. Denn auch die nützlichen Dinge wie eine einfache Vogeltränke, ein Brunnen, eine Blumenschale oder Zaunsäulen tragen die gestaltende Handschrift des Künstlers. „Man muss dem Auge auch im Alltag mal einen Halt, eine Entspannung bieten. Dazu bedarf es eigentlich nur geringer Mittel", sagt Anlauf.
Immer wieder bringt er das Gespräch auf Fassadengestaltungen. Das ist noch immer seiner Liebe zum Stuckateurhandwerk geschuldet. Schlichten Neubauten verleiht er damit ein eigenes, unverwechselbares Gesicht. Das Ensemble des Schäferplatzes trägt seine Handschrift. Aber auch Gebäude in Berlin konnten davon bereits profitieren.
Holz, Stein, Metall, Beton - unter seinen Händen verändert sich jedes Material und gewinnt ein anderes, eigenes Leben. „Ich habe nicht alles schon im Kopf fertig", sagt er. Vor allem beim Holz gebe es viele Überraschungen, was darin stecken möge. Seine Arbeiten sind nicht naturalistisch„ „Die Natur ist selber Künstler genug, um das zu schaffen. „Ich, möchte meine Sicht darstellen."
Gern geht er deshalb mit Beton um. Was dabei herauskommt, hat keinerlei Ähnlichkeit mit grauem Alltag. „Beton ist formbar, kann gefärbt werden, lässt fast jede Idee Gestalt annehmen", sagt er begeistert. Ganz abgesehen davon, dass Beton witterungsbeständig und preiswert vom Materialeinsatz her sei.
Aus Beton soll auch die Generationspyramide gegossen werden, die der Künstler der Gemeinde zum Jubiläum im kommenden Jahr schenken will (MOZ berichtete). Interessenten können sich Modelle davon zurzeit sowohl im Buchhaus Bünger in der Thälmannstraße als auch - zusammen mit anderen Kunstwerken aus Anlaufs Werkstatt – in der Kreuzapotheke in der Fichtestraße anschauen.
Da sich viele Neuenhagener bereits mit dem Gedanken an ein eigenes, für sie gestaltetes Kunstwerk anfreunden konnten und auch einen Beitrag leisten möchten, hat die Gemeinde ein Konto für Spenden eingerichtet. In der Gemeindeverwaltung gibt es auch Spendenbescheinigungen. Das Kennwort Generationspyramide sollte nicht vergessen werden.

Kreissparkasse Märkisch-Oderland, BLZ 170 540 40, Konto 2308 141 141, Kennwort: Generationspyramide, 99 999 300 40 (unbedingt angeben).

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MOZ - Märkisches Echo, 22.10.2004

Ein Kunstwerk als Geschenk zum 775.

Wolfgang Anlauf will seine Gemeinde Neuenhagen verschönern

Von IRINA VOIGT

Neuenhagen (MOZ) In Neuenhagen wohnen viele Künstler, Bildhauer, Schauspieler, Schriftsteller und Musiker. Sie sind Meister Ihres Fachs. Aber nicht viele tun über ihr Berufsleben hinaus auch etwas für ihre Heimatgemeinde, engagieren sich in Neuenhagen. So fällt es auf, dass es in der Gemeinde eigentlich kein Kunstwerk auf einem öffentlichen Platz gibt, das von einem Neuenhagener geschaffen wurde. Das soll sich ändern.
Kunst ist teuer. Gute Kunst erst recht. Die Gemeinden der Gegenwart haben wahrhaftig dringende Sorgen, mit dem Geld für Pflichtaufgaben zurechtzukommen, als dass sie es sich leisten könnten, Tausende Euro für ein gestaltendes Kunstwerk auf einem öffentlichen Platz auszugeben. Das ist auch in Neuenhagen nicht anders.
Hier, in der Randgemeinde von Berlin, leben seit jeher viele Künstler. Sie tragen sehr wohl den Namen der Gemeinde in die weite Welt hinaus, wenn sie im In- und Ausland ausstellen, aber .In- die Nachbarn, sehen wenig von ihren Werken.
Wolfgang Anlauf, Bildhauer und seit 1993 in Neuenhagen lebend, ist das auch aufgefallen. Er hatte sich schon erfolgreich bei einem von der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft Neuenhagen initiierten Wettbe
werb für ein Kunstwerk auf dem Schäferplatz beteiligt und dort für ein stilvolles Wandbild mit Schaf und Schäfer gesorgt. Aber das ist ihm zu wenig.
Er will den Neuenhagenern zum 775, Geburtstag der Gemeinde im kommenden Jahr ein richtiges Kunstwerk schenken (MOZ berichtete). „Ich möchte meinem Wohn- und Arbeitsort ein bisschen Schönheit und etwas zum Anschauen schenken", sagt er. Es gehöre für ihn zum Leben dazu, eine schöne Umgebung auch mit „selbst geschöpften Dingen" zu ergänzen. Die von ihm entworfene Generationspyramide, deren Modell man sich beim Bürgermeister im Rathaus ansehen kann, könnte er sich am passendsten im Park gegenüber dem Bahnhof vorstellen. Das erklärte der Künstler dem Bürgermeister Jürgen Henze. Der wartet seinerseits mit einem anderen Standortvorschlag auf, da er die Bedenken der Gemeindevertreter im Ohr hatte, die symbolische Blutbuche genau an dieser Stelle zu erhalten.
„Wir betreiben intensiv die Vorbereitungen zur Bahnhofsumgestaltung", sagte Henze. Dann würden sich ganz neue Plätze und Sichtachsen ergeben, wenn erst einmal die alten maroden Bahnhofsgebäude und anklebenden Schuppen verschwunden seien. Allerdings gingen im November ersteinmal die Bewilligungen für Fördermittel in die heiße Phase. Danach würden die Planungen beginnen können. Einen Termin für den Beginn der Bauarbeiten oder gar die Fertigstellung des neuen Bahnhofsensembles und dessen Umgebung sei aber noch lange nicht in Sicht.
Für den Künstler, der sein Geschenk natürlich pünktlich zum Geburtstag übergeben möchte, wäre ein neuer Standort für das Werk noch ernsthaft zu bedenken.
(
Abschrift - S. Gd.)
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Märkische Oderzeitung, 21.09.2004

Pyramide der Generationen als Geschenk

Neuenhagen (Iv./MOZ) Die Gemeinde feiert im kommenden Jahr ihren 775. Geburtstag. Schon jetzt bekommt sie die ersten Geschenke. Der Neuenhagener Künstler Wolfgang Anlauf will der Gemeinde zu ihrem Jubiläum ein Kunstwerk schenken. Eine fünf Meter hohe Plastik, die eine Generationen-Pyramide darstellen soll. Manch ein Neuenhagener wird sich noch daran erinnern, dass sich der Künstler mit einem Entwurf dazu auch am Wettbewerb für ein Kunstwerk für den Schäferplatz beworben hatte.
Die Generationen-Pyramide zieren oben vier Uhren, deshalb hat der 51-jährige Künstler auch gleich den Vorschlag unterbreitet, dass ein idealer Standort der kleine Park gegenüber dem Bahnhof sein könnte. Genau in die Mitte des Bankrondells, wo seinerzeit nach Fertigstellung des Parks die Blutbuche gepflanzt wurde.
Im Kultur- und Sozialausschuss wurde die Information über das Geschenk, das die Gemeinde nichts kosten solle - "mein finanzieller Beitrag ist ein Verzicht auf Künstlerhonorar", schrieb der Bildhauer -, freudig aufgenommen. Viele der Ausschussmitglieder nahmen sich vor, ins Rathaus zu gehen, wo im Fachbereich III eine Mappe mit Bildern liegt und beim Bürgermeister ein Modell von der Skulptur steht, um sich alles anzuschauen. Allerdings, so sagte die Ausschussvorsitzende, Larisa Schippel, sollten sich alle gleichzeitig aufmerksam im Ort umschauen, ob es nicht noch einen anderen Standort für das Geschenk gebe. Der Gedanke daran, die inzwischen gut gediehene Blutbuche umsetzen zu müssen, behagte ihr und auch anderen Ausschussmitglieder nicht so ganz.
Dienstag, 21. September 2004 (19:42)

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