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Presse |
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Archiv In eigener Sache: Presseveröffentlichung zur
Breker-SchauBesucherinteresse ungebrochen
Der große Besucherandrang zur Werkschau des
Bildhauers Arno Breker in Schwerin hält auch weiterhin an. Die Ausstellung
ist umstrittenen, da es sich bei Breker um den Lieblingskünstler Hitlers
handelt. [...]
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Sonnenuhr vor der Vollendung
Am Montag morgen um 10 Uhr hat Yves Opizzo
auf dem Aschaffenburger Theaterplatz die für den „Gnomon“ vorgesehene Stelle
markiert. Dort, wo der Zeigerstab der geplanten Sonnenuhr errichtet werden
sollte, machte er ein schwarzes Kreuz. Zwei Stunden später wies Norbert
Roth, der Vermesser beim Stadtplanungsamt, darauf hin, daß auch er schon vor
einiger Zeit einen Standpunkt [...]
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Die acht Tonnen schwere Bronzeplastik geht als
Leihgabe an eine Rodin-Ausstellung in der Royal Academy of Arts. Der
französische Bildhauer Auguste Rodin hat das «Höllentor» zwischen 1880
und 1917 geschaffen. Seit 1947 steht der Guss [...]
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Das sei die mit Abstand größte
Resonanz, die das städtische Schleswig-Holstein-Haus seit der Eröffnung
1995 auf eine Präsentation erfahren habe. Für die Breker-Schau
interessierten sich vor allem [...]
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Klug und opulent: "Die Geschichte des Selbstporträts"
Blick in Künstlerseelen
Ein recht angenehmes Wohlleben hat er
geführt, Bak, der Bildhauer. Auf einer Steinstele verewigte er sich mit
ziemlich dickem Bauch - aber hübscher Frau. Auch die Inschrift kann Stolzes
verkünden, denn Bak (1358- 1336 v.Chr.) war erster Bildhauer bei Pharao
Echnaton. Der wahrhaft opulente Bildband "Die Geschichte des Selbstporträts"
führt den alten Ägypter als eines der frühen Beispiele [...]
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Der Kurator spricht voller Begeisterung über die
Bildhauerin. Er rühmt ihr vielschichtiges Werk, das immer den Nerv der Zeit
getroffen habe.
Als er Ende Mai vom Auswärtigen Amt zum Kurator des Deutschen Pavillons bei
der kommenden Biennale in Venedig 2007 berufen worden war, sei ihm
buchstäblich auf der Stelle klargewesen, auf wen seine Wahl des Künstlers
fallen würde: Isa Genzken - sie und niemand anders. [...]
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Neuenhagen (Iv./MOZ) Auf Fehlersuche begibt sich heute der Neuenhagener Künstler Wolfgang Anlauf. Dessen Jubiläumsgeschenk an die Gemeinde Neuenhagen tickt seit Monaten nicht mehr richtig.
Die Generationspyramide am Neuenhagener Bahnhof zieren vier Uhren. Zuerst gingen sie auch minutengenau. Damit ist seit Wochen Schluss. Jede Uhr ist zu unterschiedlicher Zeit stehen gelieben. Nun muss Wolfgang Anlauf auf die Leiter und die Ursache suchen. Kann er sie nicht sofort finden, so wird er die Uhren ausbauen und ins Werk einschicken müssen.
Auch der Schmierereien am Sockel will sich der Künstler bei dieser Gelegenheit annehmen. Da wird sich zeigen, ob der Antigraffiti-Schutzanstrich hält, was er verspricht.
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Neuenhagen (MOZ) Ein
Geheimnis war sie sowieso nicht, die Neuenhagener Generationspyramide.
Bilder oder Modell hatten sicher die meisten der mehr als 100 Bürger schon
gesehen, die am Sonnabend zur feierlichen Enthüllung der von Wolfgang Anlauf
geschaffenen Statue gekommen waren. Der ortsansässige Bildhauer hatte der
Gemeinde das Kunstwerk zur 775-Jahr-Feier geschenkt.
"Zwar modern, aber mit erkennbarem Sinn. Es gefällt uns wirklich gut",
lobten viele Anwesende das Werk und schüttelten Anlauf zum Dank die Hand.
"Schöne Sache, vor allem die Uhren", befand Steffi Löffler aus Altenburg,
gerade zu Besuch bei Ingo Weber vom Männerchor "Frohsinn 1880", der die
Feierstunde musikalisch untermalt hatte. Erich Beyschwang hielt sich eher
abseits. Der 84-Jährige lebt seit 1950 in Neuenhagen und urteilte: "Toll. Da
hat er sich was einfallen lassen. Hoffentlich wird es nicht besprüht."
Anlauf wertete die netten Worte und zahlreichen Blumen als "schönsten Lohn"
für seine Arbeit. Die hatte bereits 2003 begonnen, als er die Pyramide
zunächst für den Schäferplatz im Ortsteil Bollensdorf entwarf, in dessen
Nähe er wohnt und arbeitet. Doch für den dortigen Markt fiel die Wahl
bekanntlich auf ein anderes Werk. Deshalb entschloss sich der 58-Jährige,
einen anderen Platz zu suchen und der Gemeinde die Pyramide zum Geschenk zu
machen.
Mitte 2004 lief die heiße Phase an - mit der Suche nach Sponsoren und den
Vorbereitungen für die Umsetzung der Idee vom Modell zur Realität. Nach
Gesprächen mit Experten wählte Anlauf Spezialbeton mit Farbpigmenten. 2,5
Kubikmeter flossen im Sommer dieses Jahres im Betonwerk Rüdersdorf in die
Formen, die so präzise waren, dass keinerlei Nacharbeit nötig war, wie
Sigmar Gerund in seiner Laudatio zu Kunstwerk und Künstler hervorhob. Die
Pyramide solle "Neugier wecken", zum Verweilen einladen und "Alltag werden
im öffentlichen Raum" in der Gemeinde Neuenhagen, wünschte er dem Werk
seines Schwiegersohns.
Nach Meinung von Bürgermeister Jürgen Henze passt das in jedem Fall genau in
die Gemeinde. Schließlich gebe es im Ort einen großen Anteil von Senioren
mit einem reichen Erfahrungsschatz, den sie an jüngere Generationen - dank
steigender Kinderzahlen ebenfalls im Kommen - weitergeben können, wie es die
Pyramide symbolisieren soll. In jedem Falle bereichere das Kunstwerk den
Bahnhofsbereich und das Zentrum, befand Henze, könne "ein Zeichen des
Aufbruchs" werden.
Das hätte als Auftragswerk etwa 60 000 Euro gekostet, schätzte Wolfgang
Anlauf grob. So aber ist es ein Geschenk, allerdings auch nicht vom Künstler
Wolfgang Anlauf allein.
Viele Sponsoren haben dazu beigetragen, dass es im Jubiläumsjahr enthüllt
werden konnte. Anlaufs Dankesliste reichte von der Sparkasse über E.DIS,
Rüdersdorfer Zement, Baustoff-Union, NWD und weiteren Firmen bis hin zu
Bürgern, die gespendet hatte.
"Nicht zuletzt gebührt mein Dank meiner Frau, die mir ermöglichte, ein
halbes Jahr in dieses Projekt investieren zu können", schloss er, bevor
Tochter Fenja und Sohn Frederik die Schleife lösten und er mit dem
Bürgermeister das Tuch von der fünf Meter hohen Pyramide ziehen konnte.
Montag, 19. September 2005 (19:39)
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Kunst aus Beton.
Neuenhagen (MOZ) Die
"Generationenpyramide" von Wolfgang Anlauf wird gerade im Betonwerk in
Rüdersdorf gegossen. Der Neuenhagener Künstler macht seiner
Heimatgemeinde das Kunstwerk zum 775 jährigen Ortsjubiläum in diesem
Jahr zum Geschenk. Die Pyramide setzt sich aus 12 Teilen zusammen und
besteht aus vier Figuren, die bis zum 17. September am S-Bahnhof
Neuenhagen aufgestellt werden. [...]
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Fertig zum ersten GussNeuenhagen (Iv./MOZ) "Es
wird Zeit, dass es losgeht", sagt der Bildhauer Wolfgang Anlauf, der der
Gemeinde Neuenhagen zu ihrem 775. Geburtstag ein Kunstwerk schenken
möchte. Gerade gießt er in seinem neuen selbst errichteten Atelier in
der Vogelsdorfer Straße die erste Figur.
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Kunstmeile von Nord nach Süd durch den OrtVon Irina Voigt
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Wolfgang Anlauf schuf Generationspyramide
Neuenhagen soll mit dem Kunstwerk noch attraktiver werden
Neuenhagen
(MäSo) Seit 30 Jahren ist der 47jährige Wolfgang Anlauf - gelernter
Stuckateur - als freischaffender Bildhauer tätig. Im Jahre 1993 wurde er,
aus Berlin kommend, Bürger der Gemeinde Neuenhagens, baute in dem Ort nach
eigenen Entwürfen ein Haus und lebt darin mit seiner Frau - einer Zahnärztin
in Hoppegarten - und seinen beiden Kindern.
In den vergangenen sieben Jahren waren Ergebnisse seiner künstlerischen
Arbeiten in regionalen Ausstellungen zu sehen: in Neuenhagen, in Strausberg,
in Müncheberg und in Hoppegarten.
Aber auch im öffentlichen Raum von Neuenhagen lassen sich Arbeiten von
Wolfgang Anlauf entdecken: Von ihm stammt zum einen in Entwurf und
Ausführung 2002 die Fassadengestaltung mit modernen Bauornamenten am Gebäude
an der Professor-Zeller-Straße l.
Zum anderen hat er 2003 zwei Modelle für die Gestaltung des Schäferplatzes
in Neuenhages entworfen und in diesem Zusammenhang die Fassade an dem
Gebäude „Markt am Schäferplatz" mit den figürlichen Motiven Schäfer, Schaf
und Hund als Flachrelief gestaltet. Seinem Wohn- und Arbeitsort - so
empfindet es der Künstler - fehlt es an Kunst im öffentlichen Raum. Wolfgang
Anlauf lamentiert aber nicht, sondern kommt auf die Idee, der Gemeinde
Neuenhagen zur 775-Jahr-Feier ein Kunstwerk für den öffentlichen Raum zu
stiften. Passend zum Anlass lautet das Thema: Die Generationspyramide.
Das Modell ist fertig, die Planung der Ausführung weit gediehen. Den
Bahnhofsvorplatz Neuenhagen sieht der Bildhauer als idealen Standort für die
anspruchsvolle Figur; diese Stelle bietet den einzig richtigen Rahmen für
die Generationspyramide. Denn dieser Standort liegt nicht nur
im
örtlichen, sondern auch im geschäftlichen Zentrum von Neuenhagen. Dieser
Platz wird täglich von vielen Hundert Einwohnern und Besuchern des Ortes
überquert, an der Stelle verweilen die Menschen.
Die Uhrzeit wird für jedermann sichtbar an den vier Köpfen der obersten
Figuren der Generationspyramide ablesbar sein.
Jetzt steht an der Stelle, an dem einmal die Generationspyramide das Auge
erfreuen soll, noch eine Blutbuche.
Da es sich um eine Baumschulpflanze handelt, lässt sie sich problemlos
umsetzen; dafür ist noch ein geeigneter Platz zu finden. Vorschläge werden
gern entgegengenommen. Neuenhagens soll attraktiver werden, auch im
Wettbewerb mit den Nachbargemeinden. Dafür, für seinen Ort, setzt sich der
Neuenhager Bildhauer Wolfgang Anlauf mit seiner Privatinitiative ein.
Übrigens: Finanziert wird das Projekt durch Spenden und Sponsoren, so dass
der Gemeinde keine Kosten entstehen.
Das Kunstwerk
Generationspyramide
Die Figur stellt die Generationen dar, wie sie im Stammbaum aufeinander
folgen und aufeinander aufbauen. Die nächste Ebene baut auf die davor auf.
Die gesammelten Erfahrungen werden weitergegeben und ermöglichen eine
Weiterentwicklung. Jedes einzelne Individuum entwickelt daraus seine ganz
persönlichen Vorstellungen und bestimmt damit die Richtung, in die es
geht. (MäSo)
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„Dem Auge im Alltag Halt geben"
Bildhauer, Stuckateur und Häuslebauer Wolfgang Anlauf ist in Neuenhagen heimisch geworden
Von IRINA VOIGT
Neuenhagen (MOZ) In der Gemeinde am Rand der Hauptstadt haben sich schon immer bildende Künstler besonders wohl gefühlt. Hier fanden und finden sie die ersehnte Ruhe und das Umfeld für ihre Kreativität. Aber dennoch kennen sie oft nur ihre unmittelbaren Nachbarn.
Wolfgang Anlauf lebt
seit 1992 in Neuenhagen, hat hier für sich, seine Frau und seine beiden
Kinder ein Haus gebaut und errichtet nun auch noch ein Atelier in seinem
Garten. Er ist inzwischen ein Neuenhagener, der auch im Leben der Gemeinde
mitmischen möchte. Zeichen dafür ist, dass er der Gemeinde zu ihrem 775.
Jubiläum ein Kunstwerk schenken möchte.
Wolfgang Anlauf, 1957 geboren in Westberlin, aufgewachsen in der
Bildhauerwerkstatt seines Vaters, wusste recht früh, was er werden wollte:
Bildhauer. Seine ersten Steine bearbeitete er schon mit dreizehn Jahren. In
den letzten Schuljahren stand für ihn fest, dass er zuerst einen passenden
handwerklichen Beruf erlernen würde, und so wurde er Stuckateur. „Man muss
schließlich seine Ideen auch handwerklich umsetzen können, vieles lerne ich
autodidaktisch. Ich bin nicht der Theoretiker, der stündenlang am
Schreitisch sitzt und sich dabei wohlfühlt", sagt er. So hat er nicht
studiert, sondern das Geld, das seine Oma für die Ausbildung angelegt hatte,
mit 23 Jahren in sein erstes selbst gebautes Haus gesteckt. Und auch sein
neues Haus in Neuenhagen hat nur wenige Handwerker zu sehen bekommen.
Jetzt baut Wolfgang Anlauf im Garten ein Atelier. Selbst projektiert, selbst
umgesetzt. Hier können dann auch wieder größerformatige Kunstwerke
entstehen. In den zurückliegenden Jahren während des Hausbaus und der Zeit
der Geburten seiner beiden Kinder musste die Kunst etwas zurückstehen.
Obwohl die kleinen dekorativen Dinge, die da entstanden sind, die den Alltag
schmücken können ohne selbst von Nutzen zu sein, den Künstler ebenso
beschäftigten und forderten. Denn auch die nützlichen Dinge wie eine
einfache Vogeltränke, ein Brunnen, eine Blumenschale oder Zaunsäulen tragen
die gestaltende Handschrift des Künstlers. „Man muss dem Auge auch im Alltag
mal einen Halt, eine Entspannung bieten. Dazu bedarf es eigentlich nur
geringer Mittel", sagt Anlauf.
Immer wieder bringt er das Gespräch auf Fassadengestaltungen. Das ist noch
immer seiner Liebe zum Stuckateurhandwerk geschuldet. Schlichten Neubauten
verleiht er damit ein eigenes, unverwechselbares Gesicht. Das Ensemble des
Schäferplatzes trägt seine Handschrift. Aber auch Gebäude in Berlin konnten
davon bereits profitieren.
Holz, Stein, Metall, Beton - unter seinen Händen verändert sich jedes
Material und gewinnt ein anderes, eigenes Leben. „Ich habe nicht alles schon
im Kopf fertig", sagt er. Vor allem beim Holz gebe es viele Überraschungen,
was darin stecken möge. Seine Arbeiten sind nicht naturalistisch„ „Die Natur
ist selber Künstler genug, um das zu schaffen. „Ich, möchte meine Sicht
darstellen."
Gern geht er deshalb mit Beton um. Was dabei herauskommt, hat keinerlei
Ähnlichkeit mit grauem Alltag. „Beton ist formbar, kann gefärbt werden,
lässt fast jede Idee Gestalt annehmen", sagt er begeistert. Ganz abgesehen
davon, dass Beton witterungsbeständig und preiswert vom Materialeinsatz her
sei.
Aus Beton soll auch die Generationspyramide gegossen werden, die der
Künstler der Gemeinde zum Jubiläum im kommenden Jahr schenken will (MOZ
berichtete). Interessenten können sich Modelle davon zurzeit sowohl im
Buchhaus Bünger in der Thälmannstraße als auch - zusammen mit anderen
Kunstwerken aus Anlaufs Werkstatt – in der Kreuzapotheke in der Fichtestraße
anschauen.
Da sich viele Neuenhagener bereits mit dem Gedanken an ein eigenes, für sie
gestaltetes Kunstwerk anfreunden konnten und auch einen Beitrag leisten
möchten, hat die Gemeinde ein Konto für Spenden eingerichtet. In der
Gemeindeverwaltung gibt es auch Spendenbescheinigungen. Das Kennwort
Generationspyramide sollte nicht vergessen werden.
Kreissparkasse Märkisch-Oderland, BLZ 170 540 40, Konto 2308 141 141, Kennwort: Generationspyramide, 99 999 300 40 (unbedingt angeben).
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Ein Kunstwerk als Geschenk zum 775.
Wolfgang Anlauf will seine Gemeinde Neuenhagen verschönern
Von IRINA VOIGT
Neuenhagen (MOZ) In Neuenhagen wohnen viele Künstler, Bildhauer,
Schauspieler, Schriftsteller und Musiker. Sie sind Meister Ihres Fachs. Aber
nicht viele tun über ihr Berufsleben hinaus auch etwas für ihre
Heimatgemeinde, engagieren sich in Neuenhagen. So fällt es auf, dass es
in der Gemeinde eigentlich kein Kunstwerk auf einem öffentlichen Platz
gibt, das von einem Neuenhagener geschaffen wurde. Das soll sich ändern.
Kunst ist teuer. Gute Kunst erst recht. Die Gemeinden der Gegenwart haben
wahrhaftig dringende Sorgen, mit dem Geld für Pflichtaufgaben
zurechtzukommen, als dass sie es sich leisten könnten, Tausende Euro für ein
gestaltendes Kunstwerk auf einem öffentlichen Platz auszugeben. Das ist auch
in Neuenhagen nicht anders.
Hier, in der Randgemeinde von Berlin, leben seit jeher viele Künstler. Sie
tragen sehr wohl den Namen der Gemeinde in die weite Welt hinaus, wenn sie
im In- und Ausland ausstellen, aber .In- die Nachbarn, sehen wenig von ihren
Werken.
Wolfgang Anlauf, Bildhauer und seit 1993 in Neuenhagen lebend, ist das auch
aufgefallen. Er hatte sich schon erfolgreich bei einem von der Kommunalen
Entwicklungsgesellschaft Neuenhagen initiierten Wettbewerb
für ein Kunstwerk auf dem Schäferplatz beteiligt
und dort für ein stilvolles Wandbild mit Schaf und Schäfer gesorgt. Aber das
ist ihm zu wenig.
Er will den Neuenhagenern zum 775, Geburtstag der Gemeinde im kommenden Jahr
ein richtiges Kunstwerk schenken (MOZ berichtete). „Ich möchte meinem Wohn-
und Arbeitsort ein bisschen Schönheit und etwas zum Anschauen schenken",
sagt er. Es gehöre für ihn zum Leben dazu, eine schöne Umgebung auch mit
„selbst geschöpften Dingen" zu ergänzen. Die von ihm entworfene
Generationspyramide, deren Modell man sich beim Bürgermeister im Rathaus
ansehen kann, könnte er sich am passendsten im Park gegenüber dem Bahnhof
vorstellen. Das erklärte der Künstler dem Bürgermeister Jürgen Henze. Der
wartet seinerseits mit einem anderen Standortvorschlag auf, da er die
Bedenken der Gemeindevertreter im Ohr hatte, die symbolische Blutbuche
genau an dieser Stelle zu erhalten.
„Wir betreiben intensiv die Vorbereitungen zur Bahnhofsumgestaltung", sagte
Henze. Dann würden sich ganz neue Plätze und Sichtachsen ergeben, wenn erst
einmal die alten maroden Bahnhofsgebäude und anklebenden Schuppen
verschwunden seien. Allerdings gingen im November ersteinmal die
Bewilligungen für Fördermittel in die heiße Phase. Danach würden die
Planungen beginnen können. Einen Termin für den Beginn der Bauarbeiten oder
gar die Fertigstellung des neuen Bahnhofsensembles und dessen Umgebung sei
aber noch lange nicht in Sicht.
Für den Künstler, der sein Geschenk natürlich pünktlich zum Geburtstag
übergeben möchte, wäre ein neuer Standort für das Werk noch ernsthaft zu
bedenken.
(Abschrift
- S. Gd.)
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Pyramide der Generationen als Geschenk
Neuenhagen (Iv./MOZ) Die
Gemeinde feiert im kommenden Jahr ihren 775. Geburtstag. Schon jetzt bekommt
sie die ersten Geschenke. Der Neuenhagener Künstler Wolfgang Anlauf will der
Gemeinde zu ihrem Jubiläum ein Kunstwerk schenken. Eine fünf Meter hohe
Plastik, die eine Generationen-Pyramide darstellen soll. Manch ein
Neuenhagener wird sich noch daran erinnern, dass sich der Künstler mit einem
Entwurf dazu auch am Wettbewerb für ein Kunstwerk für den Schäferplatz
beworben hatte.
Die Generationen-Pyramide zieren oben vier Uhren, deshalb hat der 51-jährige
Künstler auch gleich den Vorschlag unterbreitet, dass ein idealer Standort
der kleine Park gegenüber dem Bahnhof sein könnte. Genau in die Mitte des
Bankrondells, wo seinerzeit nach Fertigstellung des Parks die Blutbuche
gepflanzt wurde.
Im Kultur- und Sozialausschuss wurde die Information über das Geschenk, das
die Gemeinde nichts kosten solle - "mein finanzieller Beitrag ist ein
Verzicht auf Künstlerhonorar", schrieb der Bildhauer -, freudig aufgenommen.
Viele der Ausschussmitglieder nahmen sich vor, ins Rathaus zu gehen, wo im
Fachbereich III eine Mappe mit Bildern liegt und beim Bürgermeister ein
Modell von der Skulptur steht, um sich alles anzuschauen. Allerdings, so
sagte die Ausschussvorsitzende, Larisa Schippel, sollten sich alle
gleichzeitig aufmerksam im Ort umschauen, ob es nicht noch einen anderen
Standort für das Geschenk gebe. Der Gedanke daran, die inzwischen gut
gediehene Blutbuche umsetzen zu müssen, behagte ihr und auch anderen
Ausschussmitglieder nicht so ganz.
Dienstag, 21. September 2004
(19:42)
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